Startseite
Jena
Meiningen
Rudolstadt
Weimar
Startseite
Pressemeldungen zum Projekt
Schillers Fest der Leidenschaften in Rudolstadt
Auch im Jahr nach Schillers 250. Geburtstag haben sich Gruppen mit soziokulturellem Hintergrund aus den Thüringer Schillerstädten Jena, Meinigen, Rudolstadt und Weimar mit Werk und Leben des Dichters auseinandergesetzt. Das "Fest der Leidenschaften" am 11. Juni bringt die Projekte einmalig zusammen.

Rudolstadt (Reaktion/10.06.10/OTZ). Rudolstadt. Auftakt ist um 18 Uhr im Theater Rudolstadt. Dort erwartet das Publikum eine bunte "Schillerrevue" mit rund 50 Mitwirkenden aus Jena, die mit Schauspiel, Musik, Bewegungs- und Schwarzlichttheater einen abwechslungsreichen Einblick in das Leben und Schaffen des großen Dichters gewährt.
Unter dem Titel "Schiller statt Chiller" präsentiert eine junge Truppe aus Meiningen in Videoclips, Hip-Hop und Graffitis die Ergebnisse ihrer Suche nach Bezügen zwischen ihrer und Schillers Lebenswelt und Leidenschaft. Für fünf Laienschauspielerinnen verschiedener Generationen und unterschiedlicher sozialer wie geografischer Herkunft aus Weimar beschränkt sich Leidenschaft bei Schiller nicht auf Liebe und zwischenmenschliche Beziehungen. In ihrer Collage aus dessen Dramen spiegelt sie sich ebenso in Kampf, Macht, Hass, aber auch im Ringen um Tugend und Schönheit wider.
Seinen Abschluss findet das "Fest der Leidenschaften" um 21.30 Uhr in der Uraufführung des Rudolstädter Beitrages "Leidenschaft hoch drei" am RSC-Denkmal im Heinrich-Heine-Park. Wie in Schillers erstem Teil der "Wallenstein-Trilogie" wird für eine knappe Woche ein Zeltlager errichtet, in dem sich ein "furchtbarer Haufen" aus 40 Jugendlichen zusammenkommt., um als leidenschaftliches Kollektiv ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Dieses wird im Anschluss mit einer Open-Air-Party für alle Teilnehmer und Zuschauer gebührend gefeiert.

Der Eintritt ist frei.


Wallensteins Lager im Rudolstädter Heinepark
Proben für das "Fest der Leidenschaften"

Rudolstadt (OTZ/H.E./Montag, 31.05.2010). Beim "Fest der Leidenschaften" am 11. Juni in Rudolstadt werden sich Jugendliche aus den Schillerstädten Meiningen, Jena, Weimar und Rudolstadt mit soziokulturellen Projekten dem großen Dichter nähern.
Es handelt sich dabei um eine Fortsetzung des "Heldenfestes", das im vergangenen Schillerjahr Premiere hatte.
Schauplatz für den Rudolstädter Teil dieses spannenden Vorhabens wird das Denkmal des Rudolstädter Senioren Convent (RSC) im Heinepark sein. Hier werden die Jugendlichen, getreu dem Vorbild aus "Wallensteins Lager", drei Tage lang ein Zeltlager errichten, um sich dort mit der Aktualität von Schillers Texten zu befassen und dabei auch der Frage nach zu gehen: Wie sieht so eine Gemeinschaftsbildung von Jugendlichen im Jahr 2010 aus?
Am Sonnabend trafen sich die Beteiligten vom Rudolstädter Gymnasiums, aus der Schillerschule und aus einer gemischten Gruppe zu einer ersten gemeinsamen Probe am Ort des Geschehens. "Wir wollen das Denkmal als Kulisse nutzen. Die Jugendlichen sollen mit szenischen Bildern Konflikte darstellen, aber auch die Stärke, die aus einer Gemeinschaft erwächst. Eine Saalequerung zu Fuß soll der Höhepunkt werden", so Matthias Spaniel, Schauspieldramaturg am Theater Rudolstadt und Projektleiter.
Am Sonnabend ging es zunächst darum, sich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen. Für Michelle Bourvé und Theresa Wagner aus der Gruppe des Gymnasiums Rudolstadt eine interessante Erfahrung. "Wir haben uns das nicht so locker und spaßig, sondern eher strenger vorgestellt", sagten sie.


Jugend-Treff in Wallensteins Zeltlager
Die vier Schiller-Städte in Thüringen setzen in diesem Jahr ihr erfolgreiches "Heldenfest" mit "Leidenschaft" fort - ein sozio-kulturelles Projekt, bei dem Kinder und Jugendliche spielerisch einen Zugang zu dem Dichter Friedrich Schiller finden.

Jena/Weimar/Rudolstadt/Meiningen (Frank Quilitzsch / 16.04.10 / TLZ ). Die Helden sind tot - es leben die Helden! Wieder setzen sich junge Menschen aus den vier Thüringer Schiller-Städten Jena, Weimar, Meiningen und Rudolstadt intensiv und auf originelle Weise mit dem Leben und Werk des klassischen Dichters Friedrich Schiller auseinander. In Workshops wollen sie ergründen, wie anregend und aktuell der Dichter noch heute ist. Die sich daraus entwickelnden künstlerischen Projekte werden dann am 11. und 12. Juni beim "Fest der Leidenschaften" in Rudolstadt öffentlich gezeigt.
Ein Brückenschlag zwischen Hoch- und Breitenkultur: Was 2009 anlässlich des 250. Schiller-Geburtstags mit dem "Helden"-Festival aus der Taufe gehoben wurde und sich zu einem soziokulturellen Projekt von regionaler Bedeutung gemausert hat, sollte unbedingt weitergeführt werden - darin waren sich die Vertreter der vier Städte mit den Projektleitern und Jugendlichen einig. Mit "Leidenschaft", so das neue Motto, sind die etwa 100 Mitwirkenden aus Gymnasien, Regel- und Grundschulen bei der Sache. Das Land unterstützt die Initiativen mit insgesamt 40 000 Euro.
JenaKultur erarbeitet eine generationsübergreifende Revue, an der 48 Spieler und Tänzer im Alter von 6 bis 38 Jahren beteiligt sind. Dabei spannen sie den Bogen von der Befreiung Schillers aus den ihn am Schreiben hemmenden Umständen in Körners Haushalt bis zu seinem letzten, unvollendet gebliebenen Text "Rosamund (Oder die Braut der Hölle)". Unter anderem wird die Ballade "Der Handschuh" zu Musik von Tom Waits in Bewegung gesetzt. Premiere ist am 28. Mai in Jena.
Weimar widmet sich - in Kooperation mit dem Frauenzentrum - unter dem Johanna-Motto "Wer darf mir Halt gebieten?" Schillers leidenschaftlichen Frauenfiguren. Und Meiningen sagt "Schiller statt Chiller": Dort nähern sich junge Leute über Rap, Graffiti und Musik dem Dichter. Dabei soll auch eine CD entstehen.
Fand das "Helden"-Fest 2009 in Jena statt, so kommen die Akteure diesmal in Rudolstadt zusammen, wo alle Projekte präsentiert werden. Gastgeber ist das Rudolstädter Theater, dessen Intendant, Steffen Mensching, auch die Moderation übernimmt. Anschließend kommt es zur Uraufführung des Rudolstädter Beitrags in Wallensteins Zeltlager, das im Heine-Park am Denkmal des Rudolstädter Senioren Convents aufgebaut wird, wo auch die After-Show-Party stattfindet.